Erst hatte die CDU lange gebraucht, um doch eine Elternbefragung durchführen zu lassen. Die FDP hatte sich der Befragung ganz verweigert und dies mit einer Argumentation, die nun in ganz neuem Licht erscheint:
"Die FDP sieht sich als Vertreterin des Elternwillens der übergroßen Mehrheit, die mit dem bestehenden Schulangebot in Sankt Augustin zufrieden ist und es erhalten will."
Nunja, ob 100 - 63,5 = 36,5 % die übergroße Mehrheit sind, kann getrost bezweifelt werden. Und auch die CDU hat sich argumentativ in eine Sackgasse manövriert, als sie erst die Eltern neutral befragen lassen wollte aber gleichzeitig mit Zeitungsanzeigen Stimmung gegen die Gesamtschule machte.
Wie wir GRÜNE deutlich gemacht haben, zählt zuerst der Elternwille. Und der ist klar und ein deutlicher Auftrag an die Stadt. Natürlich ist das Ergebnis eine Schlappe für CDU, FDP und den Bürgermeister. Und auch die Irritationen um die lange Auswertungszeit und die Tatsache, dass Ergebnisse schon länger durch die Verwaltung geisterten (wörtlich?) haben die Opposition misstrauisch gemacht.
Gut ist, dass die CDU jetzt die klare Ansage gemacht hat, jetzt konstruktiv an der Errichtung einer Gesamtschule mitzuwirken. Wenn der Bürgermeister sowie CDU und FDP das Ergebnis akzeptieren und sich konstruktiv verhalten, dann werden es die GRÜNEN auf jeden Fall genauso machen und wohlüberlegt mit allen Akteuren darüber sprechen, wie und wo eine Gesamtschule eingerichtet werden kann.
Links:
Artikel Kölner Stadt-Anzeiger
Artikel General-Anzeiger
Artikel Rhein-Sieg Rundschau
Stellungnahme GRÜNE
Stellungnahme FDP (mal wieder sehr schwarzmalerisch)
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